Fokus Denkmal

Ein bemerkenswertes Gespür für technische Denkmale bewiesen Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland beim Fotowettbewerb „Fokus Denkmal”. 2015 stand der Wettbewerb wie der Tag des offenen Denkmals am zweiten Septembersonntag unter dem Motto „Handwerk, Technik, Industrie”. Junge Fotografen zwischen acht und 20 Jahren reichten rund 350 Bilder bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ein.

Viele Teilnehmer waren mit ihren Familien am Tag des offenen Denkmals unterwegs und lernten bei dieser Gelegenheit Denkmale kennen, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind. Auch Schulklassen und Foto-AGs nutzten die Möglichkeit, mit dem Wettbewerb das Thema „Denkmale” kreativ in den Mittelpunkt des Unterrichts zu rücken. Alle Bilder zeigen einen ganz persönlichen Zugang zum Jahresmotto. Sie machen deutlich, dass hinter all den Denkmalen wie Mühlen, Werkstätten, Maschinenhallen und Lokomotiven auch immer Menschen stehen, die diese erdacht, errichtet und zur täglichen Arbeit genutzt haben.

Zu gewinnen gab es Geldpreise bis 300 Euro. Hier präsentieren wir die Gewinner von 2015 und eine Galerie mit den besten Einsendungen.

„Das Bild zeigt eine Impression des Industriemuseums Brandenburg an der Havel. Dort steht der letzte Siemens-Martin-Ofen in West- und Mitteleuropa. Ich habe mit meinem Geschichtskurs das Thema Industrialisierung behandelt und wir haben eine Exkursion zu dem Museum gemacht. Dort hatten wir dann eine Führung. Aber auch danach habe ich mich weiter mit diesem Museum beschäftigt und habe es noch zweimal besucht.”

1. Platz: Manina Enzkat aus Brieselang (BB), 17 Jahre, Gießpfannen im Industriemuseum Brandenburg an der Havel (BB)
1. Platz: Manina Enzkat aus Brieselang (BB), 17 Jahre
Gießpfannen im Industriemuseum Brandenburg an der Havel (BB)

„Auf dem Bild sieht man einen Webrahmen, auf ihm wurde früher auf traditionelle Art Leinen hergestellt. Man sieht zudem auch Frau Schmidt-Becker, die ein selbstgewebtes Kleid trägt, das über 120 Jahre alt ist. Ich habe diesen Farbton für das Bild gewählt, um damit das Alter des Arbeitsgeräts hervorzuheben.”

2. Platz: Tjard Hermes aus Wolfsburg (NI), 14 Jahre, Handwebstuhl auf der Burg Brome, Flecken Brome (NI)

2. Platz: Tjard Hermes aus Wolfsburg (NI), 14 Jahre
Handwebstuhl auf der Burg Brome, Flecken Brome (NI)

„Die Besonderheit dieses Werkes liegt darin, dass es seit der Aufgabe 1977 fast im Originalzustand erhalten geblieben ist. Seit 1991 steht es unter Denkmalschutz. Die optisch ansprechende Industriearchitektur der imposanten Backsteinhallen leuchtet besonders schön in der Abendsonne, ein Bild dass ich noch aus meiner Kindheit kenne, denn ich war als Kind jeden Tag auf dem Brachgelände spielen.”

3. Platz: Helena Heinkele vom Wilhelm-Gymnasium aus Braunschweig (NI), 16 Jahre: Kesselschmiede des ehem. Dampflokomotiven-Ausbesserungswerks in Braunschweig (NI)
3. Platz: Helena Heinkele vom Wilhelm-Gymnasium
aus Braunschweig (NI), 16 Jahre
Kesselschmiede des ehem. Dampflokomotiven-Ausbesserungswerks in Braunschweig (NI)

„Die Schmiede wurde 1830 gebaut und befindet sich seit 1895 in Familienbesitz. Da sie leider nicht weiter geführt werden kann, versuchte ich mit meinen Bildern die Stimmung in dieser Werkstatt einzufangen. Das Bild zeigt den Arbeitsplatz meines Großvaters mit Schmiedefeuer, Amboss und vielen selbstgemachten, ordentlich aufgereihten Zangen die immer griffbereit sein mussten. Der Eimer mit Wasser direkt neben dem Amboss, dient zum Härten des gerade geschmiedeten Eisens.”
Sonderpreis: Nora Kemna aus Ebersbach-Neugersdorf (SN), 11 Jahre: Schmiede des Großvaters Kemna, Neugersdorf (SN)

Sonderpreis: Nora Kemna aus Ebersbach-Neugersdorf (SN),
11 Jahre
Schmiede des Großvaters Kemna, Neugersdorf (SN)

Weitere tolle Bilder des Jugendfotowettbewerbs Fokus Denkmal findet ihr in unserer Flickr-Galerie.