Rückblick 2011

Der Tag des offenen Denkmals 2011

Rund 4,5 Millionen Besucher zog der Tag des offenen Denkmals am 11. September 2011 an. Unter dem Motto „Romantik, Realismus, Revolution - Das 19. Jahrhundert” luden weit mehr als 7.500 historische Bauten, Parks, bewegliche Denkmale und archäologische Stätten zur Besichtigung ein.

Passend zum Jahresmotto konnten die Kulturbegeisterten eine Zeitreise ins 19. Jahrhundert erleben. Der große politische und gesellschaftliche Wandel und der technische Fortschritt standen im Mittelpunkt des Denkmaltages. Historische Industrieanlagen, Arbeiterquartiere, Fabrikantenvillen, Kirchen, Bahnhöfe, Brückenbauten oder Schul- und Verwaltungsgebäude der Zeit wurden präsentiert. In Ausstellungen, Arbeitspräsentationen, Führungen und Rundwanderungen berichteten Fachleute und engagierte Laien von ihrer Arbeit. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als bundesweite Koordinatorin der Aktion dankt allen Veranstaltern vor Ort für ihr großartiges Engagement, ohne das der enorme Erfolg des Denkmaltags nicht möglich wäre.

Bundesweite Eröffnungsveranstaltung

Bundesweit eröffnet wurde der Tag des offenen Denkmals 2011 in der Konstantin-Basilika in Trier. Als Unesco-Welterbestadt bot Trier einen wunderbaren Rahmen, um die Bedeutung von Denkmalpflege und -schutz zu thematisieren. Zudem ermöglichte das Stadtbild eine Reise durch verschiedene Kunstepochen. Im 19. Jahrhundert entdeckte die Stadt ihre antiken Bauten neu. Heute gilt diese Zeit als Geburt der modernen Archäologie und Denkmalpflege, wie auch des Heimatschutzes mit der Gründung der Stadtpflegevereine. Rund 15.000 Besucher des Denkmaltags in Trier konnten aus mehr als 30 geöffneten Baudenkmalen ihr Programm auswählen.

Das bundesweite Thema

1999 stand der Denkmaltag erstmalig unter einem Motto. Ziel der Schwerpunktthemen ist es, den regionalen und lokalen Veranstaltern neue Impulse und Anregungen für die Gestaltung des Tags des offenen Denkmals zu geben. Alle Veranstalter sind aufgerufen, sich bei der Suche nach passenden Jahresthemen zu beteiligen und ihre Vorschläge an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz zu senden.

Öffentlichkeitsarbeit für den Denkmaltag

Durch die intensive bundesweite Pressearbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und die Aktivitäten der Veranstalter vor Ort erfährt der Denkmaltag in den Printmedien, im Rundfunk und im Internet eine gewaltige Resonanz. Das bundesweite Veranstaltungsprogramm bietet die Stiftung auf der Internetseite www.tag-des-offenen-denkmals.de/programm an oder auch für Smartphonenutzer als kostenfreie mobile App. Seit neustem bietet der Denkmaltag allen Besuchern und Veranstaltern auch auf Facebook ein Forum. Die kostenfreie Bereitstellung von mehr als 500.000 Plakaten, Flyern und einer Extra-Ausgabe des Förderermagazins „Monumente” der Stiftung sorgen für eine breite öffentlichkeitswirksame Bekanntmachung des Tags des offenen Denkmals.

Jugend und Kulturerbe

Eine Handreichung für Schulen, die zur Vorbereitung des Aktionstags in der Schule anregt, soll dazu beitragen, junge Menschen an das Thema Denkmalschutz heranzuführen und sie für den Erhalt unseres kulturellen Erbes zu sensibilisieren. Schulen, die sich auch außerhalb des Tags des offenen Denkmals mit dem Thema Kulturerbe befassen möchten, können auch am Schulprogramm „denkmal aktiv - Kulturerbe macht Schule” der Deutschen Stiftung Denkmalschutz teilnehmen.
Mehr Infos: www.denkmal-aktiv.de

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Hier finden Sie eine kleine Fotogalerie zum Tag des offenen Denkmals 2011