Deutschlands größtes Kulturevent

Hat Ihnen schon einmal jemand gezeigt, was das Cellarium eines Laienrefektoriums ist? Was muss ich mir unter einem Laubenganghaus vorstellen? Vielleicht möchten Sie auf einem Grabungsfeld miterleben, wie Experten anhand von alten Mauerresten Rückschlüsse auf die Stadtentwicklung ziehen? Schauen Sie Handwerkern, Restauratoren oder Architekten über die Schulter und erfahren Sie, was engagierte Bürgerinnen und Bürger zur Rettung eines alten Wasserturms auf die Beine gestellt haben – all das vereint sich in dem Kulturformat Tag des offenen Denkmals.

Faszination Denkmal

Ob Befestigungsanlagen, Schiffe oder Kirchen, ob Industrieanlagen, Schlösser oder Windmühlen, ob Wohnbauten, Gärten oder archäologische Plätze – die Denkmallandschaft in Deutschland ist so facettenreich wie seine Landstriche. Und gerade das macht den Tag des offenen Denkmals jedes Jahr so vielseitig, lebendig und faszinierend!

Sesam öffne dich: Millionen Besucher entdecken Unbekanntes

Über 7.500 historische Stätten öffnen jedes Jahr kostenfrei beim Tag des offenen Denkmals und begeistern Millionen Besucher: Ganz nach dem Motto Kultur für alle erhaschen Jung und Alt, Experten und Laien, Familien und Einzelgänger Einblicke in sonst nicht zugängliche Innenräume. Tauchen Sie ab in Welten, die anders sind als der eigene Alltag oder erkunden Sie ein Gebäude, das Sie sonst in der Eile links liegen lassen. Jedes Denkmal ist ein wahrer Wissensspeicher und birgt sein ganz eigenes Geheimnis. 

 

 

2006 zeichnete die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ von der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit dem Tag des offenen Denkmals als „Ort des Tages” aus.

Die Akteure hinter dem Tag des offenen Denkmals

Deutschlands Denkmalbotschafter

Erst die Veranstalter, die in allen 16 Bundesländern gleichzeitig im September Denkmale zugänglich machen, machen den Tag des offenen Denkmals zum wichtigsten Schaufenster des Denkmalschutzes. Nur durch das Engagement, die Kreativität und die hervorragende Zusammenarbeit mit Organisatoren der Länder, Städte und Kommunen, Kirchen, Verbände, Vereine, privaten Denkmaleigentümern und Bürgerinitiativen lässt sich ein so großer Aktionstag realisieren.

Deutsche Stiftung Denkmalschutz – die Koordinateurin

Hinter der bundesweiten Koordination steht seit 1993 die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Als größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland setzt sie sich kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Beim Tag des offenen Denkmals bündelt sie alle teilnehmenden Veranstaltungen und macht das Kulturevent als gemeinsame Aktion sichtbar.

Die vier Säulen der Koordination:

  • Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz stellt den Tag des offenen Denkmals jedes Jahr unter ein Motto und bringt so unterschiedliche Aspekte eines Denkmals zum Vorschein.
  • Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz arbeitet Hand in Hand mit über 4.000 Veranstaltern und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
  • Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz schafft Sichtbarkeit mit maßgeschneiderter Pressearbeit und der großen bundesweiten Eröffnungsfeier.
  • Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz weckt Begeisterung für Denkmalpflege auf nationaler und internationaler Ebene.
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Tag des offenen Denkmals - eine Erfolgsgeschichte

1984 ruft der französische Kulturminister Jack Lang in Frankreich die „Journées Portes ouvertes dans les monuments historiques” ins Leben. Aufgrund der großen Resonanz in der Bevölkerung folgen in den nächsten Jahren weitere Länder dem Beispiel. 1991 greift der Europarat die Idee auf und ruft offiziell die European Heritage Days aus – damit erhält das Event eine europaweite Reichweite.

Die Aufgabe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz das Großevent zu koordinieren und bekannt zu machen, gelingt: bereits im ersten Jahr 1993 öffnen in 1.200 Kommunen ganze 3.500 Denkmale. Zwei Millionen Besucher kommen bundesweit - in 21 europäischen Ländern insgesamt zehn Millionen. Bis 2015 beteiligen sich alle 50 Länder an der Aktion - in Deutschland über 2.700 Kommunen mit mehr als 7.500 Denkmalen, die jährlich von rund vier Millionen Besuchern bestaunt und begangen werden. Der Tag des offenen Denkmals ist bis heute eine Erfolgsgeschichte – und darüber hinaus das Schaufenster für die Denkmalpflege in Deutschland.