Das war der Tag des
offenen Denkmals® 2019

Rund 8.000 Denkmale, 2.500  Städte und eine bundesweite Eröffnungsfeier - am  8. September entdeckten deutschlandweit Millionen Besucher Handwerker- und Kaufmannshäuser, Schlösser, Kirchen, Industrieanlagen, Schiffe oder archäologische Stätten. Am Tag des offenen Denkmals teilnehmen, heißt, einen Tag lang auf den Spuren unserer Geschichte wandeln. Gemeinsam suchten wir verborgene Orte auf, blickten Restauratoren über die Schulter oder erfuhren ganz persönliche Geschichten von Denkmaleigentümern.

Unser Dank gilt allen ehrenamtlichen und hauptberuflichen Veranstaltern: Im Namen der Deutschen Stiftung Denkmalsschutz bedanken wir uns für Ihr Engagement und den großartigen Einfallsreichtum. Ohne Sie und Ihre Begeisterung für unser kulturelles Erbe wäre das facettenreiche Programm nicht möglich gewesen.  

Ulm (BW), Ansicht des Treppenaufgangs in den Turm des Ulmer Münsters. Im Stil der Gotik wurde der Bau 1377 begonnen, der Westturm erst im 19. Jahrhundert vollendet. Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Treppenaufgang des Ulmer Münsters © Roland Rossner

Die Stadt aus einer neuen
Perspektive betrachten

Anlässlich des 100-jährigen Bauhausjubiläums stellten wir den diesjährigen Tag des offenen Denkmals unter das Motto Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur. Bauhausbezüge gab es im wörtlichen oder auch im übertragenen Sinne: Wie eine Hofanlage den Bauhausgedanken ebenso gut wie ein Wohnhaus der Neuen Sachlichkeit verkörpern kann, zeigten Veranstalter anhand von technischen Fortschritten, der Verwendung unterschiedlicher Materialien oder revolutionären Ideen in unterschiedlichsten Denkmalen. Und wie das aussah, sehen Sie hier:

Ulm im Zeichen des
Denkmalschutzes

Traditionell eröffnete auch dieses Jahr eine Stadt den deutschlandweiten Tag des offenen Denkmals. Schauplatz war der Ulmer Münsterplatz, der mit dem gotischen Sakralbau und der modernen Stadthausarchitektur des Architekten Richard Meier eindrucksvoll das Motto repräsentierte. Katrin Schütz, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg lobte bei ihrer Eröffnungsrede die „besondere Atmosphäre”, die von dem Ulmer Münsterplatz ausgehe.

Am Vormittag bot das Stadthaus kurzfristig rund 400 Gästen ein trockenes Dach über dem Kopf. Weitere Besucher verfolgten die Eröffnung mit der Award-Verleihung an die Gastgeberstadt Ulm über einen großen Mediatrailer live von dem Münsterplatz. Zu den Höhepunkten zählte die Vergabe des mit 5.000 € dotierten Förderpreises Für deine Stadt – Denkmalschutz leben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz an den Verein pro ulma e.V. für sein vorbildhaftes Engagement bei der Erhaltung von historisch wertvollen Bauwerken in Ulm, die Auftritte von Siyou’n’Hell, Luke Noa und den Bloggern vibezz.de. Abseits der Bühne begeisterten über 50 geöffnete Denkmale und die erstmals von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz initiierten Schaubaustellen. Anhand von anschaulichen Aktionsstationen berichteten Experten von ihren Tätigkeitsfeldern: Architekten, Bauforscher und Handwerker erklärten den Besuchern die laufenden Sanierungsarbeiten, brachten sie bei den Vorführungen historischer Handwerkstechniken zum Staunen und plauderten aus dem Nähkästchen. Hier wurde schnell eines klar: Denkmalpflege bedarf großem Ideenreichtum und handwerkliches Geschick.

Und das sagt die Presse

„Tausende feiern Ulms steinerndes Erbe”
Neu-Ulmer Zeitung, 9. September 2019
„Denn hätte man das alles sonst im Alltag im Vorbeilaufen entdeckt?”
Süddeutsche Zeitung, 9. September 2019
„100 Jahre Bauhaus und der Tag des offenen Denkmals - das passte”
Gießener Anzeiger, 10. September 2019
„Gaslaternen und Podcasts beim Tag des offenen Denkmals”
Berliner Morgenpost, 7. September 2019
„Alle Orte sind sehr gut auf einer interaktiven Karte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz einzusehen”
Neue Westfälische, 9. September 2019
„Beliebt waren in Ulm Schaubaustellen zur Instandsetzung alter Gebäude”
Focus Online, 8. September 2019
„kostenlose Führungen zu Architektur und Technik”
Westdeutsche Allgemeine, Essen, 9. September 2019
„Spannender Blick in die Vergangenheit”
Lübecker Nachrichten, 10. September 2019