Entdeckung der Kirche St. Georgen in Schwarzenberg

Den Baugrund neben dem Schloss stellten je zur Hälfte der Kurfürst von Sachsen, Johann Georg der III., und der Bergzehntner Georg Balthasar Lehmann zur Verfügung. Die Pläne für das neue Kirchgebäude fertigte der Lößnitzer Baumeister Johann Georg Roth. Da dieser bereits zwei Jahre nach Baubeginn verstarb, sind die Leistungen des verantwortlichen Mauerermeisters Johann Georg Pauly sowie der Zimmermeister Christoph Schwarz und Samuel Georg mit ihren Gesellen besonders hoch einzuschätzen.

Die Granitsteine für das Mauerwerk wurden in einem nahegelegenen Steinbruch unter Leitung des Chemnitzer Steinmetzmeisters David Hertel gewonnen. Auch das benötigte Holz stammt aus der Gegend um Schwarzenberg und wurde größtenteils auf dem Wasserweg herangeschafft. Die für den Rohbau benötigten 50.000 Ziegel kamen aus Scheibenberg, Kalk aus Crottendorf und die Dachschiefer aus den Schieferbrüchen bei Lößnitz.

Der erste Eindruck: Der große Raum des Barockgebäudes wird vom Licht, das durch farblose Fensterscheiben dringt, in eine festliche Stimmung versetzt. Keine Säule verstellt den Blick des Besuchers, auf den zunächst das Ganze wirkt: der Altar im Gegenlicht, ein kunstvolles, schmiedeeisernes Gitter zwischen Altar und Schiff mit seinem Gestühl, die Barockkanzel, eine umlaufende Empore, viele kleinere und größere Logen – und über allem die eine technische Meisterleistung darstellende freitragende Decke.

Sakralbauten

St.-Georgen-Kirche

Obere Schlossstraße 30, 08340 Schwarzenberg/Erzgebirge
Next