Glasschleif damals und demnächst

Das Glasschleif-Areal befindet sich nördlich der Marktredwitzer Innenstadt zwischen der Kraußoldstraße, der Bauerstraße und dem Glashüttenweg.
Nach Einstellung der Glasproduktion und Veredelung Anfang der 1980er-Jahre, erwarb 1983 die Stadt Marktredwitz die Glasschleif in der Bauerstraße.
Für über 25 Jahre war dort der städtische Bauhof untergebracht, was bereits von Beginn an nur als Übergangslösung gedacht war.
Seit den 1990er-Jahren arbeitet die Stadt an einem tragfähigen und zukunftsträchtigen Nutzungskonzept für das national bedeutsame Gebäude.
Die günstige Lage zwischen dem nahegelegenen Bahnhof im Westen und der Innenstadt bietet die Chance, an dieser Stelle zukünftig einen kulturellen Knotenpunkt zu schaffen.
Im 32 m stützenfreien, polonceaubinderüberspannten Saalgeschoss, wird eine Kulturhalle für Veranstaltungen entstehen. Das Talgeschoss mit der freigelegten preußischen Kappendecke soll als Depot genutzt werden.
Dieses einzigartige Gebäude ist nicht nur bauliches Zeugnis der langen und wechselvollen Industriegeschichte der Stadt Marktredwitz, es ist auch ein Beweis für außergewöhnliche Ingenieurskunst und zeigt eindrucksvoll was vor gut 100 Jahren technisch umsetzbar war und stellt derzeit wohl eines der bedeutendsten Industriedenkmale Bayerns dar.
Dank mehrerer Fördergeber kann die Sanierung, die bis 2023 abgeschlossen sein soll, nun umgesetzt werden.

Industrie und Technik

Ehemalige Glasschleifwerke

Bauerstraße 3, 95615 Marktredwitz