Olympisches Dorf 1972 - Wohnungen für Menschen seit 1972

Die Sportlerunterkünfte der XX. Olympiade waren von vornherein als wegweisendes Städtebauprojekt konzipiert, dessen Wohnqualität noch heute, nach 40 Jahren, den Großteil aktueller Projekte weit hinter sich lässt:

Auto- und Fußgängerverkehr verlaufen völlig getrennt: alle Straßen und Garagen wurden mit der Fußgängerebene überbaut. Von den Wohnungen aus sieht und hört man - mitten in München - kein Auto. Dadurch konnte für 3.200 Wohnungen und 1.800 Studentenappartements der öffentliche Raum in der Fußgängerebene zurückgewonnen werden - sie ist Treffpunkt, Kommunikationszone, Spielplatz. Vom lebendigen Zentrum mit Kirche, Kindergarten und Schule, Läden und Cafés, Arztpraxen und Hotel ausgehend öffnen sich die drei Wohnarme nach Westen zu belebten Grünflächen, Sportanlagen und Spazierwegen. Durch die Mischung verschiedenster Wohnformen und Wohnungsgrößen, vom Studentenwohnheim über Appartements, Terrassenhauswohnungen, Penthäuser, Reihen- und Gruppenhäuser bis zu Atriumbungalows, alle mit offenen, veränderbaren Grundrissen, mit gut nutzbaren, abgeschirmten privaten Außenräumen hat sich ein lebendiges Viertel mit engagierten Einwohnern entwickelt, die sich des Wertes ihres Wohnumfelds wohl bewusst sind.
Die Bepflanzung ist Teil der Architektur.

Wohnbauten und Siedlungen

Olympisches Dorf 1972

Helene-Mayer-Ring 7A, 80809 München
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