visuelle Führung durch die Kirche zu Taubenheim

Auf einer Anhöhe oberhalb der kleinen Triebisch befinden sich das Schloss, das Pfarrhaus und das Pfarrgut. Wann die Kirche von Taubenheim erbaut wurde, ist nicht mit Sicherheit zu bestimmen. Taubenheim selbst wurde erstmals urkundlich 1186 erwähnt.

Das Kirchengebäude enthält zahlreiche Teile, die von seiner langen Geschichte erzählen.

Der mit einem kunstvollen Zellengewölbe ausgestattete Chorraum stammt ungefähr aus dem Jahr 1515. Vermutlich hat ein Schüler des Arnold von Westfalen, ein Baumeister der Albrechtsburg Meißen, daran mitgewirkt. Der Taufstein, Altar und Kanzel wurde um 1600 von Hans Köhler dem Älteren aus Meißen aus Sandstein gefertigt.

Bemerkenswert sind die Darstellungen an den sechs Seiten des Taufsteins, wobei die Ausgestaltung der Sintflutgeschichte und der Durchzug der Israeliten durch das rote Meer besonders zu nennen sind. Alle Sandsteinreliefs sind farbig gearbeitet.

Der Altaraufsatz enthält Reliefs mit Szenen aus dem Leben Jesu. Als oberstes Bild strahlt über allem der auferstandene Christus mit der Siegesfahne.

Etwa 50 Jahre später stifteten Mitglieder der Kirchgemeinde eine prachtvolle Kassettendecke, die von dem Maler Jonas Eiwigk aus Pirna gemalt wurde. Auf ihren Feldern sind Personen aus dem alten und neuen Testament, sowie Engel und Ornamente abgebildet.

Die Inneneinrichtung der Kirche erhielt vor allem im Laufe des 17. Jhs. ihre wesentlichen Elemente. Ebenfalls aus dem 17. Jh. stammt der Dachreiter.

Die mechanische Uhr aus dem Jahr 1787 ist heut noch in Gebrauch. Kassettendecke, Taufstein, Kanzel und Altar wurden in der Zeit seit 1992 konserviert bzw. restauriert.

Sakralbauten

Kirche zu Taubenheim

Alte Schulstraße 7, 01665 Klipphausen
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