Rückblick zum Tag des offenen Denkmals 2026

Vernetzt im Denkmal

Bundesweit und in Bamberg: Der Tag des offenen Denkmals® 2026 begeistert Millionen von Besuchern

Wie tragen und prägen Denkmale unsere Infrastruktur und Netzwerke – in Vergangenheit und Gegenwart? Millionen Interessierte konnten das am 13. September 2026 hautnah erleben: beim Tag des offenen Denkmals. Unter dem Jahresmotto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ öffneten tausende Denkmale in ganz Deutschland ihre Türen und Tore. Bundesweit koordiniert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) und getragen von engagierten Ehrenamtlichen, Fachämtern, Kirchen und Initiativen, lieferte Deutschlands größtes Kulturevent auch in diesem Jahr ein buntes Programm mit mehr als 7.000 teilnehmenden Denkmalen und rund 11.000 Veranstaltungen in über 2.000 Städten und Gemeinden.

Ob Brücken oder Zechen, Bunker oder Stellwerke, Kirchen oder Schwimmbäder: Von Nord bis Süd und Ost bis West boten Denkmale die einzigartige Chance, mutmaßlich Altbekanntes aus neuen Perspektiven zu betrachten oder sonst nicht zugängliche Ort zu erkunden. „Die Menschen von jung bis alt spüren: Wer Denkmale bewahrt, schützt nicht nur wertvolle historische Bauten, sondern erhält sichtbare Zeugnisse unserer gemeinsamen Geschichte. Sie stiften Identität, schaffen Verbundenheit und geben Orientierung. Das breite Interesse zeigt, wie wichtig dieses kulturelle Erbe den Menschen ist “, sagte Dr. Steffen Skudelny, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, bei der offiziellen Eröffnungsfeier in Bamberg.

Bundesweite Netzwerke, bundesweite „Neuheiten“

Immer am zweiten Sonntag im September: Seit mittlerweile 33 Jahren ist der Tag des offenen Denkmals fest im Kalender der Bundesrepublik verankert. Für viele Veranstaltenden ist es längst zur Tradition geworden, ihr Denkmal alljährlich zu präsentieren. Ein Beispiel: Die Ehrenamtler des Bergbau- und Hüttenvereins Freital e.V. aus Sachsen, die mit der Rösche des Segen-Gottes-Schachtes bereits zum 25. Mal dabei waren – ein besonderes Jubiläum.

Doch auch „Neulinge“ ziehen Besucherinnen und Besucher jedes Jahr an, also Denkmale, die erstmals am bundesweiten Aktionstag öffnen. Ein solches Highlight gab es in der niedersächsischen Gemeinde Amt Neuhaus mit dem Herrenhaus Preten, das nach jahrelangem Leerstand und Verfall von einem Tischlermeister im Ruhestand wachgeküsst wird. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, sich den Fortschritt der Restaurierungsarbeiten anzuschauen.

Einen besonderen Hingucker gab es auch im baden-württembergischen Leinfelden-Echterdingen. Dort steht das Schalenhaus Balz, scherzhaft „Ufo auf den Fildern“ genannt, das durch seine futuristische Ästhetik mit blasenartig geformten Betonschalen besticht. Zum Aktionstag 2026 öffneten die Eigentümer erstmals ihre Türen für eine breite Öffentlichkeit – und der Besucherandrang war groß.

Großer Andrang herrschte auch im ehemaligen Flakturm Heiligengeistfeld, der begrünten Bunkeranlage im Hamburger Stadtteil St. Pauli. Die Führungen waren bereits weit im Voraus ausgebucht.

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Bamberg als „Hauptstadt“ der Denkmale

Die große Eröffnungszeremonie zum Tag des offenen Denkmals 2026 fand in Bamberg statt – und damit erstmals seit zehn Jahren wieder in Bayern. Auf dem Maxplatz feierte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gemeinsam mit der Stadt den offiziellen und zentralen Auftakt des bundesweiten Aktionstags mit einem abwechslungsreichen Kulturprogramm. „Für Bamberg ist dieser Tag eine große Freude und eine besondere Auszeichnung. Menschen leben und arbeiten in historischen Gebäuden, Handwerksbetriebe führen Traditionen fort und viele Bürgerinnen und Bürger engagieren sich für den Erhalt unserer Stadt. Als Gastgeber der bundesweiten Eröffnung wollen wir zeigen, dass unsere historische Stadt lebendig, zukunftsfähig und weltoffen ist“, betonte Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier.

Die Bamberger Altstadt, die seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, formte mit ihren ikonischen Gebäuden den perfekten Rahmen. Denkmale wie der Dom, das Alte Rauthaus oder die Alte Hofhaltung stehen exemplarisch für die Vielfalt erhaltenswerter Bauwerke in Bamberg und darüber hinaus in ganz Deutschland.

Auf dem Maxplatz war die Resonanz nicht nur beim Bühnenprogramm, sondern auch beim interaktiven „Markt der Möglichkeiten“ stark: Dort konnten zum Beispiel historische Handwerkstechniken ausprobiert werden. Weitere Highlights waren die fünf „Schaubaustellen“ der DSD im Stadtgebiet, an denen Besucherinnen und Besucher Denkmalpflege live erleben konnten und Restauratoren über die Schulter schauen durften.

Anlässlich der bundesweiten Eröffnung besuchten bis zu 10.000 Gäste die mehr als 50 geöffneten Denkmale in Bamberg – und auch digital sorgte der Tag des offenen Denkmals für Aufmerksamkeit: So verzeichnete die DSD auf der Programm-Website und in der App allein am Veranstaltungswochenende mehrere Millionen Zugriffe. In den sozialen Medien beteiligten sich unzählige Menschen unter dem Hashtag #tagdesoffenendenkmals. Und beim Fotowettbewerb „Denkmalschnappschuss“, der in die nächste Runde ging, sendeten hunderte Teilnehmende ihre schönsten Bilder ein. Damit zeigten sie eindrucksvoll, wie Denkmale unsere Netzwerke formen und lebendig halten.

Wie hat Ihnen der Tag des offenen Denkmals 2026 gefallen? Sagen Sie uns Ihre Meinung – in unserer großen Besucherumfrage.

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