Scheune mit Zollingerdach
Über dieses Denkmal
Das bedeutendste Gebäude des Hofensembles Mutter Fourage ist die Kulturscheune mit ihrem außergewöhnlichen Dach in Form eines Tonnengewölbes – dem sogenannten Zollingerdach –, das seit 2012 unter Denkmalschutz steht. Der Architekt und Konstrukteur Friedrich Zollinger (1880–1945) entwickelte Anfang der 1920er-Jahre diese neuartige freitragende Dachkonstruktion. 1921 ließ er sie als „Zollbauweise“ patentieren. Das Prinzip ist einfach, aber wirkungsvoll: Viele kleine Holzelemente, sogenannte Lamellen, werden schräg zueinander angeordnet und mit Schrauben miteinander verbunden. So entsteht ein stabiles Tragwerk, das mit vergleichsweise wenig Holz – etwa 40 Prozent weniger Holz als bei herkömmlichen Satteldächern – große Räume überspannen kann. Durch die Anordnung der Lamellen entsteht ein regelmäßiges Netz aus Rauten, das der Konstruktion ihre charakteristische und bis heute faszinierende Ästhetik verleiht.
Programm
Die Besucher:innen können die Scheune mit Zollingerdach auf eigene Faust erkunden. Für eine Führung bitten wir aufgrund der begrenzten Plätze um vorherige Anmeldung bei der Mutter Fourage Kulturstiftung gGmbH.


