Widukind-Museum
Über dieses Denkmal
Das Widukind-Museum Enger ist das einzige seiner Art. Widukind, der Anführer der Sachsen in ihrem Kampf gegen Karl den Großen, wird hier vorgestellt, wobei die historische Person des Sachsenherzogs nur den Anfang eines über 1200 Jahre währenden Nachlebens darstellt. So führt das Museum von den Sachsenkriegen bis in die Neuzeit hinein und stellt viele der schillernden Facetten Widukinds vor. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist ist die kritische Auseinandersetzung mit der Rolle, die ihm in der NS-Zeit zugedacht wurde, d.h. seine ideologische Vereinnahmung als „germanischer Held“, „Proto-Nazi“ und „Volksführer“, einem Symbol für die Rassimus- sowie die Blut-und-Boden-Ideologien jener Zeit. Die politische und ideologische Umdeutung der historischen Figur im „Dritten Reich“ ist jedoch nur die letzte Ausformung der Instrumentalisierungen, die Widukind im Verlaufe der Jahrhunderte erfahren hat und zu denen das Museum Auskunft erteilt.
Programm
Der Torbogen über dem Eingang des Widukind-Museum wird durch den Museumsleiter, Herrn Dr. Heinemann, vorgestellt. Im Mittelpunkt steht dabei die Präsentation der vielgestaltigen Verzierungen des Torbogens. Aus unterschiedlichen Elementen zusammengesetzt, sollen diese jeweils erläutert und in den historischen Kontext der Entstehung eingeordnet werden, um schließlich auch mögliche Interpretationen des Gesamtwerks vorzustellen. Im Anschluss an den Vortrag ist eine offene Diskussionsrunde vorgesehen. Hier haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, Fragen zu stellen, eigene Perspektiven einzubringen und gemeinsam über die historische Aussagekraft sowie die heutige Relevanz der Darstellung am Museumstor ins Gespräch zu kommen.
