Ehem. Umspannwerk (Imaginata)
Über dieses Denkmal
1926 konnte nach sieben Monaten Bauzeit die nach Plänen von Bruno Röhr errichtete 50kV-Halle des Umspannwerks Jena Nord ans Netz gehen. Verbunden mit der 50kV-Schaltanlage Burgau (ZEISS) wurde so ein stabiles 10kV-Netz aufgebaut. Das Umspannwerk entwickelte sich in den 1930er Jahren zum Knotenpunkt der regionalen Stromversorgung. 1942 wurde es um eine 110kV-Halle ergänzt und auf 110kV-Einspeisung umgestellt. Heute nutzt der Imaginata e. V. das Denkmal als Kultur- und Bildungseinrichtung.
Programm
Das ehemalige Umspannwerk Jena-Nord feiert 2026 sein 100-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass lädt der Imaginata e.V. zu einer Sonderausstellung über die Geschichte und technische Bedeutung des außergewöhnlichen Industriedenkmals ein. Warum wurde das Umspannwerk 1926 gerade hier errichtet? Welche Rolle spielte es für die Stromversorgung Jenas? Und wie hat sich die Energieversorgung bis heute verändert? Die Ausstellung führt durch sonst nur selten zugängliche Bereiche des denkmalgeschützten Umspannwerks, darunter die original erhaltene historische Messwarte und die 50-kV-Schaltanlagen. In der authentischen Atmosphäre der 100 Jahre alten technischen Anlagen veranschaulichen historische Fotografien, Grafiken und interaktive Experimentierstationen technische Zusammenhänge. In einer Simulation können Besucherinnen und Besucher selbst versuchen, einen Notfall im Umspannwerk zu beheben. Zugleich eröffnet die Ausstellung einen Blick auf die Stromversorgung der Zukunft.

