Ehemalige Zuckerwarenfabrik „Insel“ in St. Georgen
Über dieses Denkmal
Laut Denkmalliste stellt die ehemalige Schokoladenfabrik „Insel“, ein zweigeschossiges Fabrikgebäude mit Flachdach, einfach nur einen gegliederten Backsteinbau mit verputzten Wandfeldern und Rundbogenfenstern dar. Denkmalwert ist jedoch der Kontrast aus der sehr schlanken, technisch ausgereizten schlichten inneren Stahlbetonstruktur und dem eher verspielten Äußeren mit seinen Jugendstilelementen. Diese besondere Kombination spiegelt sich auch in den wechselnden Nutzungen bis heute: Vor und nach dem Krieg Zuckerwarenfabrik für Kolonialwaren mit Versandhandel (von der Insel-Schokolade bis zu den Liebesperlen gab es eine breite Palette), im Krieg Munitionsfabrik, später Strickwarenfabrik, noch später Technokultort der Region, heute Jugendkultur- und -sportzentrum mit Skatehalle, Konzert- und Musikräumen, Jugendtreff uvm.
Programm
Führungen durchs Haus (Erdgeschoss) mit Erzählungen zu den verschiedenen Netzwerken, zu denen die Zuckerwarenfabrik a. D. beigetragen hat und welche sozialen, sportiven und kulturellen Infrastrukturen sie durch den Schoko e. V. bietet und in Zukunft bieten wird.
Hinweise
Die Schokofabrik soll in den nächsten Jahren saniert werden. Das Obergeschoss ist derzeit nicht zugänglich. Die Führungen gehen durch die von den Jugendlichen selbst gebaute Skatehalle und vieles mehr.
Schokofabrik – ein Umschlagort von Kolonialwaren?
Beginn
Vortrag von Florian André Unterburger zum Industriedenkmal zur Zuckerwaren- und Schokofabrik, als einem DER Umschlagplätze für „lokale“ Kolonialwaren aus St. Georgen. Die Rohstoffe und Produkte, die aus den Kolonien kommend die Industrialisierung Bayreuths entscheidend beeinflussten, umfassten nicht nur Kaffee- und Kakaobohnen, sondern ganz essentiell auch das Zuckerrohr, ganz zu schweigen vom Tabak und der Baumwolle. Spannende Geschichten zu den Ursprüngen der Warenwelt unserer Großmütter...


