Ehem. Zwangsarbeiterbaracken
Über dieses Denkmal
Im ehemaligen Zwangsarbeiterlager der Firma Kowahl & Bruns waren 1943 bis 1945 niederländische, italienische, französische und belgische Zwangsarbeiter untergebracht, die u. a. in der Rüstungsproduktion bei CHF Müller (heute Philips) eingesetzt wurden. Die Willi-Bredel-Gesellschaft - Geschichtswerkstatt e. V. hat die beiden letzten, weitgehend im Originalzustand erhaltenen Baracken 1998 vor dem geplanten Abriss gerettet und dort ein Informationszentrum mit fünf Dauerausstellungen aufgebaut. Am Denkmaltag stehen 80 Jahre „Sasel-Case“ und der Weg Emil Bruns, vom verurteilten Kriegsverbrecher zum Millionär, im Fokus.
Programm
Es gibt Führungen nach Bedarf und einen Vortrag.
Hinweise
Ort nahe Flughafen Fuhlsbüttel
Leidensweg einer polnischen Jüdin
Beginn
Die polnische Jüdin Matla Rozenberg war Häftling im KZ Sasel und wurde von der Gartenbaufirma Kowahl & Bruns zur Trümmerbeseitigung eingesetzt. Weil Emil Bruns auf den Baustellen weibliche KZ-Häftlinge misshandelte, musste er für zwei Jahre ins Gefängnis Fuhlsbüttel. Am Denkmaltag wird an 80 Jahre „Sasel-Case“ im Rahmen der Curiohaus-Prozesse erinnert und der Weg Emil Bruns vom verurteilten Kriegsverbrecher zum Millionär nachgezeichnet.
Für diesen Programmpunkt ist keine Anmeldung erforderlich.
