Kloster Wiblingen
Über dieses Denkmal
Die ehemalige Benediktinerabtei Wiblingen prägt mit ihren monumentalen, schlossartig wirkenden Gebäuden und ihrer geschlossenen Anlage eine terrassenförmige Landzunge im Mündungsgebiet der Iller in die Donau. Das Kloster wurde Ende des 11. Jhs. von den Grafen Hartmann und Otto von Kirchberg gegründet. Die von Mönchen aus St. Blasien besiedelte Anlage wurde 1093 geweiht und erhielt eine Heilig-Kreuz-Reliquie aus dem Ersten Kreuzzug, die das Klosterleben maßgeblich prägte. Ein Großbrand beendete 1271 die erste Blütezeit der Abtei. Die heutige Klosterkirche entstand im Zuge des 1714 begonnenen vollständigen Neubaus der Klosteranlage und wurde 1993 zur Basilica minor erhoben. Der Kirchenbau begann 1771 unter Johann Georg Specht; nach Fertigstellung des Dachwerks durch Johann Georg Stiefenhofer wurde 1777 Richtfest gefeiert. Nach Abschluss der Innenraumgestaltung wurde die Kirche am 28. September 1783 geweiht.
Programm
Führung Klosterpfade
Zeiten
Die Klosterpfade verlaufen durch jene Landschaften, die einst zum Besitz des Klosters Wiblingen gehörten. Die Wege sind durchgehend gut ausgeschildert und verbinden zahlreiche Sehenswürdigkeiten – von den Klosteranlagen über Kapellen bis hin zu Feldkreuzen. Informationstafeln vermitteln dabei Wissenswertes über die Geschichte dieser kulturellen Kleinode. Sämtliche Routen eignen sich auch für Fahrten mit dem Fahrrad.
Für diesen Programmpunkt ist keine Anmeldung erforderlich.
Gerüstführung
Zeiten
Rund 240 Jahre später nach Fertigstellung, wird seit 2023 der Kirchenbau, der das Herzstück der Klosteranlage Wiblingen bildet, in drei Bauabschnitten vom Land Baden-Württemberg saniert. Ein Netzwerk aus Fachleuten unterschiedlichster Fachrichtungen war im Vorfeld der Bauarbeiten notwendig, um mit ihren fast 30 Voruntersuchungen den Grundstein zur fach- und denkmalgerechten Instandsetzung des Bauwerkes zu legen. Bei der Führung werden laufende Baumaßnahmen erläutert und gezeigt.
Hinweise
Besteigen des Gerüstes auf eigene Gefahr, nur ohne Höhenangst!
Festes Schuhwerk erforderlich.
Führung durch den Gewölbekeller
Zeiten
Der historische Gewölbekeller unter der Kirche erstreckt sich von der Ostseite bis etwa zur Mitte des Kirchenschiffs, vom Hochaltar bis zur Kanzel. Im Eingangsbereich befindet sich die im Boden eingelassene Grabstätte von Abt Roman Fehr (1768-97), der 1798 verstarb. Zur Klosterzeit war der Keller zweigeteilt: Im Osten lag die über Treppen hinter dem Hochaltar erreichbare Klostergruft, im Westen ein durch eine Mauer abgetrennter Lagerkeller mit Zugang vom nördlichen Innenhof.
Hinweise
Betreten des Kellers auf eigene Gefahr, festes Schuhwerk erforderlich, ggf. Taschenlampe, nicht barrierefrei.
Für diesen Programmpunkt ist keine Anmeldung erforderlich.

