Ehem. städtische Arbeitsanstalt Leipzig
Über dieses Denkmal
Das Areal der Riebeckstraße 63 liegt südöstlich des Leipziger Stadtzentrums. Die 1892 erbaute städtische „Zwangsarbeitsanstalt zu St. Georg“ und ihre Nachfolgeeinrichtungen, die bis zum Ende der DDR bestanden, dienten der Marginalisierung und Ausgrenzung bis hin zur Verfolgung und Vernichtung von Menschen.
Programm
Während der gesamten Öffnungszeit ist unsere Werkstattausstellung „Ausgrenzung, Arbeitszwang & Abweichung“ zugänglich. Das weitläufige Gelände kann außerdem selbstständig mit Hilfe eines Audioguides und/oder zahlreichen historischen Stelen erkundet werden. Mitglieder unserer Initiative stehen während der Öffnungszeiten für Gespräche bereit. Es wird um 11Uhr einen historischen Rundgang mit dem Titel "Jüdinnen und Juden in der Arbeitsanstalt 1936-44" geben, der vor dem ehemaligen Pförtnerhaus startet.
Hinweise
Das Pförtnerhaus ist leider das einzige historische Gebäude, das wir an diesem Tag betreten können. Für den Rundgang empfiehlt es sich daher, dem Wetter angemessene Kleidung mitzubringen.
Jüdinnen und Juden in der Arbeitsanstalt 1936–44
Beginn
Beim Rundgang nehmen wir die vielfältige Rolle der Leipziger Arbeitsanstalt im Rahmen der Ausgrenzung, Ausbeutung und Vernichtung von Jüdinnen und Juden in den Blick. An verschiedenen Stationen auf dem Areal der Riebeckstraße 63 geht es beispielsweise um die Bedingungen der Arbeitspflicht für Jüdinnen und Juden, um jüdische Haftgefangene oder um die Rolle der Anstalt als Deportationsort. Zentral sind dabei biografische Quellen.

