Ehem. Synagoge Staudernheim
Über dieses Denkmal
1896 als Synagoge eingeweiht. Ein etwa 60 qm großer Sandsteinbau mit Schieferdeckung und Thoranische. Wurde während des Pogroms im November 1938 verwüstet, in der Kriegszeit als Wehrmachtskasino und Heim für die Hitlerjugend missbraucht (Inschriften). In der Nachkriegszeit wurde das Gebäude von der Ortsgemeinde als Armenwohnung eingerichtet und 1969 von einem Privatmann erworben, der ein Garagentor einbaute. 1995 wurde die ehem. Synagoge vom Museumsverein gekauft und schrittweise restauriert.
Programm
Während der 1. Öffnungszeit kann die ehemalige Synagoge besichtigt werden. Freundliche Mitglieder des Vereins werden Ihnen die tragische Geschichte des sakralen Bauwerks erläutern und Sie über die aktuelle Nutzung und zukünftige Pläne aufklären. Ab der 2. Öffnungszeit findet eine Lesung zu Jean Améry statt.
Texte des Ausschwitzüberlebenden Jean Améry
Beginn
„Wieviel Heimat braucht der Mensch?“ Jean Améry (1912-78), Schriftsteller und Ausschwitzüberlebender, über Flucht und Exil. Dr. Horst Meier und Dr. Sabine Gürtler stellen den Text anhand ausgewählter Passagen vor. Sie laden dazu ein, Jean Amérys Nachdenken über den Verlust seiner Heimat (Wien) auch auf die Lage der politisch Verfolgten unserer Tage zu beziehen.


