Bahnhof Satzkorn
Über dieses Denkmal
Der Bahnhof Satzkorn ist ein seltenes Zeugnis der brandenburgischen Eisenbahn- und Verkehrsgeschichte. Mit der Inbetriebnahme der Strecke Wildpark–Nauen entstand am 1. September 1902 der typisch preußische Bahnhof Satzkorn. Zum weitgehend erhaltenen Ensemble gehören Bahnhofsgebäude, Güterschuppen, Schmiede, Lokschuppen sowie die Wohnhäuser der Bahnhofstraße 1–4 für Bahnbedienstete. Über Jahrzehnte war der Bahnhof ein bedeutender Umschlagplatz für Rohstoffe, Baumaterialien und Erzeugnisse der Obstbauregion. Historisch bedeutsam ist seine Rolle als zentraler Be- und Entladebahnhof der sowjetischen Truppen am Standort Potsdam. Über ein Anschlussgleis war das Militärstädtchen Nr. 1 direkt mit dem Schienennetz verbunden. Seit der Einstellung des Personenverkehrs 1993 verfällt die Anlage zusehends. Nach dem Abriss des Heeresverpflegungsamtes blieb der Bahnhof als letzter authentischer Erinnerungsort dieser Geschichte erhalten.
Programm
Geschichte entdecken, Erinnerungen teilen und ins Gespräch kommen: Dazu laden die Satzkorner Ortschronisten am Tag des offenen Denkmals am 13. September 2026 herzlich ein. Direkt vor dem historischen Bahnhofsgebäude präsentieren sie von 10 bis 12 Uhr eine Ausstellung mit spannenden Informationen und seltenen historischen Fotografien zur Geschichte des Bahnhofs Satzkorn. Die Ortschronisten freuen sich darauf, ihre Forschungsergebnisse vorzustellen und mit Besuchern über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dieses besonderen Ortes ins Gespräch zu kommen.
Hinweise
Bitte bei der Anfahrt beachten:
Mit dem Auto oder Fahrrad ist der Bahnhof Satzkorn gut zu erreichen. Er befindet sich in der Nähe des Hornbach-Baumarkts (Marquardt). Bitte nicht ins Dorf Satzkorn fahren! Von dort wäre es ein weiter Umweg.
Der Bahnhof Satzkorn ist nicht direkt mit der Bahn erreichbar. Nächste ÖPNV-Haltestellen sind der Bahnhof Marquardt oder die Bushaltestelle "Am Wald", Bus 609. Von dort jeweils Fußweg einplanen über Hauptstr./Am Friedrichspark/Satzkorner Weg.


