Katholische Kirche – Akademie des Bistums Aachen
Über dieses Denkmal
1888 wurde die Villa des Aachener Tuchfabrikanten Carl Delius mit einer zugehörigen Parkanlage errichtet. In den 1930er-Jahren wurde sie dem Bistum Aachen geschenkt und zunächst Sitz des Generalvikariats, später bis 1994 Wohnsitz des Bischofs. 1953 entstand an der Leonhardstraße das Bildungshaus des Bistums Aachen, 1956 wurde die Bischöfliche Akademie errichtet. 1961 wurde die Villa Delius abgerissen. Erhalten blieb die neobarocke Toranlage mit Gittereinfassung an der Friedlandstraße.
Programm
Das Gelände rund um die Akademie ist im Volksmund als „Dreiräubereck“ bekannt, benannt nach den drei früher dort angesiedelten Institutionen, die Geld „abknöpfen“ durften: Polizeipräsidium, bischöfliche Verwaltung und Finanzamt. Ein Gespräch zwischen den drei namensgebenden Institutionen macht den Auftakt in den Vormittag mit Vernissage der Ausstellung zur Geschichte der Akademie: Wie war die alte Bebauung? Welche Infrastruktur ist noch lesbar? Wie sind die Beziehungen in die Stadtgeschichte hinein? Ein bisher nicht zugänglicher Stummfilm aus den Jahren 1935/36 zeigt die Geschichte des Priesterseminars, das heute als Gebäude die Akademie und Misereor beherbergt.
Digitale Ausstellung – Vernissage
Beginn
Eine digitale Ausstellung stellt die Geschichte der Akademie anhand markanter Stationen dar: Bau der Villa Delius und Industriekultur (ab 1889); Erster Weltkrieg, Besatzung und Übergang zum Bistum Aachen (ab 1914); Bau und Bezug des Priesterseminars (ab 1935); die Akademie im Nationalsozialismus (1933–1945); Gründung der Bischöflichen Akademie (ab 1956); Neubau und Bezug des Bischofshauses (ab 1961); Geschichte der Akademie sowie Übertragung von Bischofshaus und Priesterseminar (ab 1956).
Die Institutionen am „Dreiräubereck”
Beginn
Gespräch mit dem Polizeipräsidenten Andreas Bollenbach, der Stadtkämmerin der Stadt Aachen Annekatrhin Grehling und der Akademiedirektorin Dr. Angela Reinders, Moderation: Gabriel Rolfes, Bistum Aachen.
Stummfilm: Priesterseminar, Akademie und Misereor
Zeiten
Ein bisher nicht zugänglicher Stummfilm aus den Jahren 1935/36 zeigt die Geschichte des Priesterseminars, das heute als Gebäude die Akademie und Misereor beherbergt.
Rund ums „Dreiräubereck”
Beginn
Der Rundgang mit Frank Pohle bewegt sich im Grenzgebiet zwischen Aachen und Burtscheid, Marschiertor und Burtscheider Brücke; die Bistumsbauten und das ehemalige Polizeipräsidium werden auf dem Rundgang berührt, aber auch weniger bekannte Bauten, wie das „Haus des Deutschen Ostens”, und längst Verschwundenes, wie die Villa Delius und der Marschiertorbahnhof. Er findet in Zusammenarbeit von Route Charlemagne und Akademie des Bistums Aachen statt.
Hinweise
Treffpunkt: Akademie des Bistums Aachen, Leonhardstraße 18-20.


