Platzmeisterhaus im Christophstal
Über dieses Denkmal
Das Platzmeisterhaus verkörpert ein Wohn- und Industriedenkmal aus der Biedermeierzeit, erbaut im Jahr 1838. Es diente dem damaligen Werksleiter der Pfannenhammer-Werke als vornehme Wohnstätte und Bürohaus. Das denkmalgeschützte Gebäude zeigt dank hervorragender bauhandwerklicher Fertigung (Sandsteinmassivbau) und unterbliebener Modernisierungen ein einzigartiges Konvolut an originalen baulichen Schätzen und Befunden: Wandbemalungen und Stuck, Sandsteinböden und Dielenbeläge, Holztäferungen und Türbeschläge. Insbesondere der „Blaue Salon“ in der Beletage des Platzmeisters fasziniert durch seine authentische Fassung und Ausstrahlung. Das stark vernachlässigte und verfallsgeschädigte Gebäude wurde im Zuge eines Rettungskaufs vor dem Ruin bewahrt. In vielen, auch zeitintensiven Sanierungs- und Restaurierungsschritten konnte die hochwertige Bausubstanz bis heute weitgehend wiederhergestellt werden. Das denkmalgeschützte Bauwerk dient als Baugeschichtsmuseum und Kulturveranstaltungsstätte.
Programm
Geführte Hausbesichtigungen für Besucher/-innen in allen Etagen – vom Gewölbekeller über das Wohngeschoss mit Küche, Salons und die in Restaurierung befindliche Schlafkammer bis in den offenen Dachstuhl-Saal. Im Erdgeschoss-Bereich sind Begehungen frei zugänglich. Im Außenbereich ist der schmucke Biedermeier-Garten geöffnet, der schon im vergangenen Jahr ein Highlight der Gartenschau 2025 war. Dort gibt es bei gutem Wetter auch Getränke und Informationen zur Anlage, ihrer Entstehungsgeschichte und zum modern konzipierten Gartenbild. Platzmeisterhaus mitsamt Zier- und Nutzgarten sind Teil der ursprünglichen frühindustriellen Werksanlage Unterer Pfannenhammer. Erhalten aus jener Zeit sind noch das Backhaus, das Kellerhaus im Hang, das sog. Laborantenhaus und ein Triebwerks-Canal als Antriebskraft für die Schmiedehämmer. Mittels Schaubildern und Vor-Ort-Erläuterungen soll auf diese historisch gewachsene „Infrastruktur“ und auf ablesbare Zeitspuren am Platze verwiesen werden.


