Henry van de Velde – Museum Haus Schulenburg gera
Über dieses Denkmal
Das Haus Schulenburg in Gera ist ein Denkmal der europäischen Frühmoderne. Der belgische Architekt Henry van de Velde erbaute die Villa 1913-15 für den Textilfabrikanten Paul Schulenburg im geometrischen Jugendstil. Das Anwesen ist als Gesamtkunstwerk konzipiert, da van de Velde neben der Architektur auch die Inneneinrichtung, Stoffe und den terrassierten Garten entwarf. In den 1920er-Jahren wurde der Garten durch den Architekten Thilo Schoder erweitert. Während der DDR-Zeit diente die Villa als medizinische Fachschule, wobei Teile der originalen Bausubstanz verloren gingen. Ab 1996 erfolgten Sanierung und Rekonstruktion. Heute beherbergt die Villa ein Museum mit einer umfangreichen Sammlung von Buchgestaltungen van de Veldes sowie Möbeln und Kunstwerken. Die Restaurierung wurde mit dem europäischen Denkmalschutzpreis Europa Nostra ausgezeichnet.
Programm
Um 11:30 Uhr tritt der Konzertchor Rutheneum Voces 1608 mit A-cappella-Werken von Schütz über Mendelssohn bis Gjeilo auf. Voces 1608 besteht aus acht ehemaligen Sänger/-innen des Konzertchores Rutheneum aus Gera. Chorleiter ist Christian K. Frank. Um 14:30 Uhr hält Dr. Volker Kielstein einen Vortrag zur Rekonstruktion des Hauses Schulenburg mit anschließender Diskussionsrunde. Dabei geht es um die Geschichte des Gebäudes, die Herausforderungen der Wiederherstellung und die Bedeutung des Denkmals von europäischem Rang. Darüber hinaus können Haus und Museum sowie die Ausstellungen „Haus Schulenburg als europäisches Kulturgut“ und „Papiergedichte, Fotografien, Visionen: Volker und Lester Kielstein im Dialog“ besichtigt werden. Die Cafeteria bietet Kaffee, kalte Getränke und eine Auswahl an Kuchen.
Hinweise
Nicht alle Bereiche des Hauses sind rollstuhlgerecht zugänglich.


