Öffentliche Bauten
Denkmalkategorie

Kornhaus

Über dieses Denkmal

Bis um 1300 war die Kernstadt Ravensburgs auf den Bereich der heutigen Oberstadt, östlich des Marienplatzes, begrenzt. Direkt an der Stadtmauer neben dem südlichen Stadtzugang, dem Kästlintor, lag das namensgebende Kornhaus, der sogenannte „Kasten“. Das Kornhaus wird 1325 erstmals erwähnt. Auswärtige und Ackerbürger mussten hier das Getreide, das sie in Ravensburg verkaufen wollten ablegen, damit die Stadt Zölle und Gebühren auf die Ware berechnen konnte. Nachdem die neue Stadtmauer um die Unterstadt vollendet war, wurde die alte westliche Stadtmauer in den 1360er Jahren abgerissen und der Stadtgraben zugeschüttet. Der breite Geländestreifen wurde als Brandschneise von Bebauung freigehalten. Ravensburg gewann so eine einzigartige, langgestreckte Platzanlage im Herzen der Stadt. Das Kornhaus wurde 1451 als großes Fachwerkgebäude erneuert. Die östlichen, steinernen Mauern gehen wohl noch auf das ältere Kornhaus zurück.

Programm

Historikerin Dr. Karin Uetz führt durch das Kornhaus.