Friedhofskapelle St. Bonifatius
Über dieses Denkmal
Die schlichte Barockkapelle wurde 1698/99 erbaut und dem heiligen Bonifatius geweiht. Sie diente ihrem ursprünglichen Zweck bis zum Bau der neuen Leichenhalle im Jahr 1964. Der kompakte, einschiffige Putzbau mit dreiseitig geschlossenem Chorraum zeigt die typische Formensprache des osthessischen Barocks. Ein zierlicher barocker Dachreiter mit Zwiebeltürmchen und Glocke sowie schlichte Rundbogenfenster prägen das Erscheinungsbild. Zur Ausstattung gehört ein barocker Hochaltar. Besondere Aufmerksamkeit verdienen drei in die Seitenwände eingelassene historische Grabplatten, darunter die des Dekans J. Griebe (1584), des Pfarrers Valentin Scheffer (1677-1711) sowie von Maria Juliana Löser (1726). Die Grabinschriften beginnen teilweise mit klassischen Widmungs- und Gedenkformeln und enthalten Mahnungen an die Vergänglichkeit des Lebens.
Programm
In der barocken Friedhofskapelle St. Bonifatius zeigt die Urnen-Designerin Angelika A. Beckmann zeitgenössische Urnen-Unikate aus nachhaltigen Materialien. Ergänzt wird die Ausstellung durch innovative Sargtücher und Sargbänder sowie individuell gefertigte Totenhemden aus Naturfasern. Die Künstlerin ist anwesend und erläutert ihre Herstellungsprozesse. Zudem wird die Geschichte und Nutzung des Sargtuchs als individuelles familiäres Trauertextil für mehrere Generationen vorgestellt. Kinder können mit bereitgestellten Materialien Abriebe von Einzelmotiven auf den historischen Grabsteinen anfertigen.

