Kröll-Kapelle
Über dieses Denkmal
D-7-76-116-387 – Um 1500 wurde der Friedhof auf der Lindauer Insel durch die Pest zu klein. Deshalb entstand 1515 auf dem Festland ein neuer Friedhof mit einer Kapelle, die 1520 geweiht wurde. Baumaterial stammte von einer römischen Villa. Die Kapelle erhielt ihren Namen von der Patrizierfamilie Kröll. Bürgermeister Oswald Kröll und seine drei im Bodensee ertrunkenen Söhne wurden dort beigesetzt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kapelle 1647 beschädigt und 1651 erneuert. Später diente sie zeitweise als Schulhaus und ab 1831 als Leichenhalle. Nach der Aufgabe des Friedhofs 1915 blieb sie bis 1931 als Leichenhalle in Nutzung und wurde anschließend in ihren gotischen Zustand zurückversetzt. Nach dem II. Weltkrieg nutzten russisch-orthodoxe Christen und später Freichristen die Kapelle als Gebetsraum. Seit der Restaurierung 2004 beherbergt sie ein Lapidarium mit bedeutenden Grabsteinen der Renaissance.
Programm
Besichtigung ist möglich – keine Führung!
