Sonstiges
Denkmalkategorie

Steingasse 4

Über dieses Denkmal

Das schmale Wohnstallhaus ist als eines der ältesten überlieferten Profanbauten in der Eppinger Kernstadt von wichtiger Bedeutung für Stadtbaugeschichte. Das spätmittelalterliche Fachwerkgefüge zeichnet sich neben seinen verblatteten Holzverbindungen durch seine Schwebegiebelfragment (freiliegender Kehlbalken über langen profilierten Knaggen) aus. Diese auch als Frei- oder Fluggespärre bezeichnete periphere Giebelstruktur bildet ein lokalspezifisches Merkmal der Fachwerkbaukunst in der Mitte bzw. in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts. Außer statischen Gesichtspunkten spielte hierbei auch die repräsentative Auszeichnung der Schaufassade zur Kreuzung von Stein- und Kettengeasse eine ausschlaggebende Rolle. Damit besitzt der Bau wertvollen Quellenwert für die regionale Haus- und Gefügeforschung und veranschaulicht zugleich kleinbäuerlich geprägte Lebens-, Erwerbs- und Wirtschaftsverhältnisse im vormodernen Eppingen.

Programm

Während der Öffnungszeit kann das kleine Wohn-Stall-Haus auf eigene Faust erkundet werden. Bei Fragen stehen Vertreter der Heimatfreunde Eppingen zur Verfügung.