Meininger Haus
Über dieses Denkmal
Direkt an der mittelalterlichen Stadtmauer Göttingens wird das Haus 1680 erstmals als „Haus am Apothekergarten“ erwähnt. Vermutlich wurde es um 1672 erbaut. Ursprünglich städtisches Eigentum, diente es im 17. und 18. Jahrhundert als Branntweinbrennerei und später als Seifenfabrik. Mit der Universitätsgründung übernahm der Schafrichter das Haus vor den Toren der Stadt. 1755 wurde es dafür saniert. 1774 bezog er endlich das Gebäude. Der für Göttingen wichtige Bauunternehmer Conrad Rathkamp eröffnete 1863 hier sein Geschäft. Er prägte es mit markanten Umbauten. 1881 wurde es an Viehhändler M. Meininger verkauft. Über 50 Jahre lang war das Haus Geschäfts- und Lebensmittelpunkt der jüdischen Familie Meininger, bis sie in der NS-Zeit zur Flucht gezwungen oder deportiert wurde – heute erinnern Stolpersteine daran. Heute gibt das generationenübergreifende Wohnprojekt (WoQua eG) dem Haus neues Leben. Die 2025/26 erforschte Baugeschichte ist noch in dem leerstehenden Gebäude sichtbar.
Programm
Wie die WoQua eG dem Haus Leben einhauchen will
Zeiten
Es ist Zeit, das Wohnprojekt kennen zu lernen und zu erfahren, was mit dem Haus und dem Grundstück in Zukunft passieren soll.
Das Meininger Haus – sichtbare Geschichte
Zeiten
Frank Wedekind führte 2025 eine bauhistorische Untersuchung des Gebäudes durch und bietet am Tag des offenen Denkmals Kleingruppenführungen durch das leerstehende Haus an.
Hinweise
Das Betreten der Baustelle erfolgt auf eigene Gefahr.
Die Geschichte der Familie Meininger
Zeiten
Vor dem Gebäude kann man Platz nehmen und auf die nächste Führung warten, den Ort auf sich wirken lassen und einer Lesung aus Alex Bruns-Wüstefelds Buch „Lohnende Geschäfte“ über die Geschichte der Familie Meininger lauschen.


