Gedeckter Keller
Über dieses Denkmal
Es handelt sich um einen halb in das Erdreich eingetieften Gewölbekeller mit korbbogigem Querschnitt. Überbaut ist der Keller mit einem Kellerhaus mit niedrigen Traufwänden aus Sandsteinmauerwerk und Satteldach. Erschlossen wird der Keller über ein rundbogiges Portal mit anschließendem Kellerhals an der südlichen Giebelseite. Das Rundbogenportal ist im Scheitel bezeichnet mit der Inschrift „ H. 1618. I. S“. Bemerkenswert ist eine eselsbogige Lichtnische im Inneren des Kellers. Weinbau und -handel spielten für Metzingen in der Vormoderne eine herausragende Rolle und bescherten vor allem im 16. und 17. Jahrhundert großen Wohlstand. Der Keller ist ein anschauliches Zeugnis für die Geschichte des Weinbaus in Metzingen als auch mit seiner charakteristischen Lage am historischen Ortsrand von siedlungsgeschichtlichem Quellenwert. Es ist der letzte gedeckte Keller in Metzingen und zugleich das einzige überlieferte Kellerhaus dieser Art aus der Zeit vor 1800 im Regierungsbezirk Tübingen.
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