Öffentliche Bauten
Denkmalkategorie

Haus der Frau von Stein

Über dieses Denkmal

Zeitnah zum benachbarten Fürstenhaus wurde 1770 bis 1773 das Grundstück Ackerwand 25/27 ebenfalls von Anton Georg Hauptmann bebaut. Wahrscheinlich unter Verwendung bestehender Bauteile errichtete er das Gebäude, das Stallungen und eine Wohnetage beherbergte. Ab 1776 bis zu ihrem Tod 1827 lebte hier Charlotte von Stein mit ihrem Ehemann, dem Oberstallmeister Freiherr von Stein, und ihrer Familie. Bis heute ist das Gebäude unter ihrem Namen bekannt; die Nähe zum Schloss entspricht der Nähe der Hofdame zum herzoglichen Kreis. Besonders prägend war ihre Beziehung zum Dichter Johann Wolfgang von Goethe, mit dem sie eine enge Freundschaft und einen langjährigen Briefwechsel pflegte. Oft wird sie als eine seiner Musen gehandelt. Seitdem hatte die Ackerwand 25/27 neben der dauerhaften Wohnnutzung verschiedenste Nutzungen inne, von der russisch-orthodoxen Kapelle über eine Pension, in der u.a. Marlene Dietrich einige Monate verbrachte bis zum Inlands-Goethe-Institut.

Programm

Das barocke Stadtpalais in der Ackerwand ist als Wohnort von Goethes Freundin Charlotte von Stein auch als Haus der Frau von Stein bekannt. Nach langer Ungewissheit ist es wieder in städtischer Hand und soll auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Zum Tag des offenen Denkmals öffnen wir das Haus und beleuchten es aus verschiedenen Blickwinkeln. Bauhistorische wie kulturgeschichtliche Besonderheiten werden dabei deutlich. Zusätzlich zu einzelnen Highlights wie Führungen durch das Gebäude und Theatervorstellungen wird den ganzen Tag über der Platz hinter dem Haus bespielt, freuen Sie sich auf kulinarische Versorgung und Spiel- und Austauschmöglichkeiten!