Fotoquelle: Jens Weyers
Öffentliche Bauten
Denkmalkategorie

Haus Coburg|Städtische Galerie Delmenhorst

Über dieses Denkmal

Als Heinz Stoffregen (1879-1929) das Haus Coburg 1904 entwarf, war er 25 Jahre alt. Es war das zweite Gebäude, das er als Architekt realisierte und es sollte seine Eintrittskarte für stadtbild­prägende Projekte in Delmenhorst werden: Es folgten der Wasserturm, das Rathaus und die Markthalle. 1904 war diese Entwicklung nicht abzusehen. Der Auftrag, den Hermann Coburg ihm erteilte, bestand darin, einen Familien­wohn­sitz zu entwerfen, in dem zugleich eine Arztpraxis unterzubringen ist und repräsentative Räumlichkeiten existieren, die sich für kulturelle Abend­veranstaltungen nutzen lassen. Aus Blumenthal zugezogen, hatte sich Coburg 1892 als praktischer Arzt in Delmenhorst niedergelassen. Neben seiner Hauspraxis übernahm er die medizinische Versorgung in der Han­seatischen Jutespinnerei und wurde später Chefarzt im Kranken­haus der Norddeutschen Wollkämmerei. 1973 verkaufte die Familie Coburg das Gebäude an die Stadt, die bis heute in den Räumlichkeiten ein Kunstmuseum unterhält.

Programm

Am Tag des offenen Denkmals können Gäst:innen kostenfrei die aktuelle Ausstellung „To move with the ground, to bend the wind“ besuchen und auf eigene Faust das Gebäude und Grundstück erkunden. Des Weiteren findet um 11:00 Uhr eine Führung zum Jahresmotto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ mit Regina Ungethüm-Meißner, Mitglied beim Freundeskreis Haus Coburg e. V., statt, die Besucher:innen mit den Besonderheiten der ehemaligen Arztvilla im Kontext weiterer zentraler Bauten Delmenhorsts vertraut macht. Dabei geht sie im Zusammenhang mit dem Motto auf die Rolle als versorgender Ort ein – sowohl im medizinischen als auch im kulturell-sozialen Sinne.

Hinweise

Bitte beachten Sie, dass das Hauptgebäude nur über Treppen erreichbar ist. Barrierearme Toilettenräume befinden auf dem Gelände in der Remise, dem ehemaligen Kutschenhaus.