Freilichtmuseum auf der Insel
Über dieses Denkmal
Die Idee, ein Freilichtmuseum auf der Stader Insel einzurichten, war erstmals bei dem Bau des Heimatmuseums 1903/04 geäußert worden. Sie wurde allerdings erst 1908/09 weiter verfolgt und ist vor dem Hintergrund der am Ende des 19. Jahrhunderts aufkommenden Heimatbewegung zu sehen. Die Neugestaltung der Insel begann 1912 mit dem Aufbau des Geestbauernhauses von 1841 aus Varel bei Scheeßel. Ebenfalls 1913 erwarb der Verein ein Altländer Haus aus Huttfleth von 1733, welches 1914 mit der gesamten Inneneinrichtung auf die Insel verbracht und eingeweiht wurde. Im Laufe der Jahrzehnte kamen eine Bockwindmühle und ein Göpelwerk aus dem 17. Jahrhundert dazu. Zusammen mit diesen Bauwerken bilden eine Altländer Prunkpforte von 1791, ein Steinbackofen, ein Wagenschauer und diverse bäuerliche Geräte das Museumsensemble. Die Bauten stammten überwiegend aus der Umgebung von Stade und wurden entweder demontiert und auf der Insel wieder aufgestellt oder auf Basis lokaler Vorbilder neu errichtet.
Programm
Um 11:00 Uhr wird eine Führung zum Thema „Geschichte und Kultur des Alten Landes“ angeboten.
Führung: Geschichte und Kultur des Alten Landes
Beginn
Das Altländer Bauernhaus ist mit seinem ursprünglichen Inventar aus zwei Jahrhunderten einzigartig. In dem geführten Rundgang geht es unter anderem um Gesche von Husen, die hier mit ihren Brüdern lebte, über offenem Feuer ihr Essen bereitete, in der Guten Stube Nachbar*innen zur Visite empfing und sich nach getaner Arbeit im Alkoven zur Ruhe bettete.
Für diesen Programmpunkt ist keine Anmeldung erforderlich.

