Weberhäuschen Kleinschwarzenbach
Über dieses Denkmal
Beim Kleinschwarzenbacher Weberhäuschen handelt es sich um ein sogenanntes Normalhaus. Wohn- und Webstube, Ziegenstall, Schweinestall und kleine Scheune befanden sich unter einem Dach. Wer geduckt durch die einfache Haustür aus Holz eintritt, steht im Flur. Der Blick fällt auf die buckligen, weiß getünchten Wände und die Tür zur Wohnstube. Hier in diesem Raum spielte sich alles ab: Webstuhl, Spulrad und Spinnrad liefen, hier wurde gegessen, erzählt und musiziert. Es lebten zeitweise drei Erwachsene und fünf Kinder unter einem Dach. Jene Marie Peetz, in Kleinschwarzenbach bekannt unter dem Namen „Peetz Morrie”, lebte hier bis Ende der 70er-Jahre. Heutzutage ist eine Besichtigung im Rahmen einer Führung im Oberfränkischen Textilmuseum Helmbrechts möglich.
Programm
Besucherinnen und Besucher können das historische Gebäude besichtigen und eine längst vergangene Arbeits- und Lebenswelt entdecken. Das Weberhaus gehört zu den besonderen Zeugnissen der regionalen Textilgeschichte. Das strohgedeckte Gebäude stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert und vereinte Wohnen und Arbeiten unter einem Dach. Besonders bemerkenswert ist, dass viele Bereiche des Hauses weitgehend unverändert erhalten geblieben sind. Dadurch lässt sich noch heute gut nachvollziehen, wie eine Weberfamilie einst lebte und arbeitete. Das charakteristische Strohdach macht das Gebäude zudem zu einer echten Rarität: Das Weberhaus in Kleinschwarzenbach ist eines von nur vier erhaltenen strohgedeckten Häusern im Landkreis Hof. Auch die Webstube mit dem Handwebstuhl ist erhalten. Am Tag des offenen Denkmals wird dort das Weben am Handwebstuhl vorgeführt. Bei Kaffee und Gebäck bleibt Zeit für Gespräche und Fragen, bevor oder nachdem man sich auf Entdeckungstour durch das Weberhaus begibt.
Hinweise
Parkplätze und Toiletten sind gegenüber am Dorfplatz Kleinschwarzenbach vorhanden.
