Schloss Clemenswerth
Über dieses Denkmal
Ab 1735 plante der Wittelsbacher Prinz Clemens August mit dem Architekten Johann Conrad Schlaun auf dem Hümmling ein Jagdschloss. Der Gesamtkonzeption des räumlich umfangreichen Parks liegt ein achtstrahliger Jagdstern zugrunde. Im Schnittpunkt der acht Alleen liegt an einem runden Platz der eigentliche Schlosskomplex mit Corps de logis und acht ihn gleichförmig umgebenden eingeschossigen Pavillons für ein Kapuzinerkloster mit Kapelle, Küchenbau und Kavaliers- oder Wachhäusern, diese tragen die Namen des Kurfürsten, seiner Bistümer und des Deutschen Ordenssitzes und sind einheitlich als Ziegelbauten mit Werksteingliederungen und Mansarddächern ausgeführt. Im Osten wird die Schlossanlage von drei durch Kanäle miteinander verbundenen Bassins abgeschlossen. 1803 fiel die Schlossanlage an die Herzöge von Arenberg, seit 1967 ist es im Besitz des Landkreises.
Programm
„Offene Baustelle“ im Keller von Pavillon Osnabrück – Der Keller des Pavillon Osnabrück, in dem seit den 1970er-Jahren das Restaurant „Schlosskeller“ untergebracht war, ist seit Oktober 2021 für umfassende Sanierungsarbeiten geschlossen. Insbesondere Feuchtigkeits- und Salzbelastungen machen dem Mauerwerk zu schaffen und erfordern eine genaue Analyse der Ist-Situation. Bisherige Maßnahmen sowie der aktuelle Zustand des Gewölbekellers können besichtigt und mit der zuständigen Denkmalpflegerin diskutiert werden. Außerdem wird der Monumentendienst mit einem Info-Stand vor Ort sein. Weiterhin ist die Durchführung von Aktionen zum „lebendigen Handwerk“ geplant. Eine Kaffeebar wird angeboten.
Ein Schloss entsteht – Führung zur Baugeschichte
Beginn
Der Bau eines Schlosses in der Abgeschiedenheit des Hümmlings war eine Meisterleistung, an der sehr viele Personen mitwirkten. Es ist damit nicht nur ein Werk des Baumeisters Johann Conrad Schlaun, sondern vieler Beteiligter: Der Handwerker, Künstler, Fuhrleute, Tagelöhner und der dienstverpflichteten Einheimischen. Erfahren Sie außerdem, woher die Baumaterialien stammten, die teilweise von weit her herangeschafft werden mussten, und welche Transportwege sie nahmen.
Hinweise
Treffpunkt am Hinterhaus des Pavillon Paderborn. Die Ausstellung ist nicht barrierefrei.
Für diesen Programmpunkt ist keine Anmeldung erforderlich.
Insekten entdecken – Besuch des Museumsgartens
Beginn
Wo es blüht und duftet, fühlen sich Insekten wie im Paradies. Eine solche Welt wurde im Rahmen der Ausstellung „Metamorphose: Unsere Welt der Insekten“ auch im Naturdenkmal Schloss Clemenswerth geschaffen. Der angelegte Museumsgarten neben Pavillon Paderborn bietet kleine Orte, die zum Lebensraum für Insekten und kleine Tiere werden. Der Garten entstand in Zusammenarbeit mit dem NABU Sögel/Werlte und dessen Jugendgruppe NAJU.
Hinweise
Treffpunkt ist am Eingang zum Museumsgarten, links neben Pavillon Paderborn. Führung mit Andreas Brinker (NABU Sögel/Werlte). Die Ausstellung ist ebenfalls von 11:00-17:00 Uhr geöffnet.
Für diesen Programmpunkt ist keine Anmeldung erforderlich.
