Quellstube und Aquädukt an der Trießnitz bei Winzerla
Über dieses Denkmal
Die erstmals 1798 in eine Karte eingetragene Quellstube am heutigen Sängerplatz ist ein Wasserbauwerktyp, der in Thüringen heute nur noch selten anzutreffen ist. Zusammen mit dem Aquädukt präsentiert sie ein wasserbauliches Ensemble, das für die Wasserversorgung von Winzerla und Burgau lebenswichtig war und in Thüringen möglicherweise heute einmalig ist. Das Quellwasser der ummauerten starken Quelle lief über einen Aquädukt in die Dörfer Winzerla und Burgau und schließlich in die Saale. Nach 1798 wurde an der Quellstube ein Gasthof errichtet, den auch Goethe gerne besucht hat. Nach 1872 wurde der Gasthof wieder abgerissen und Kalktuff abgebaut. Nur die Quellstube und der künstliche Bachlauf bis an den Dorfrand sind erhalten geblieben. Das heute mit einem großen Steinquader verschlossene Quellbecken an der Rückwand der Quellstube war noch nach dem Krieg offen. Heute läuft das Quellwasser wenige Meter unterhalb der Quellstube aus dem Quellstein der Sängerquelle.
Programm
Führung zur Trießnitz und Sängerquelle
Beginn
Vom Treffpunkt führt die Führung auf einem etwa 350 m langen Waldweg vorbei am Aquädukt zum Sängerplatz an der Trießnitz. Dort wird die Quellstube geöffnet und kann besichtigt werden. Wer möchte, kann den Besuch mit einem mitgebrachten Picknick verbinden und an der Sängerquelle frisches Quellwasser zapfen.
Hinweise
Treffpunkt: Abzweig des Trießnitzwegs Richtung Sängerplatz (etwa vor Trießnitzweg 19). Für die Besichtigung der Quellstube sind Geländegängigkeit und geeignetes Schuhwerk erforderlich. Zum Eingang führt keine Treppe; zudem muss ein kleiner Wasserlauf der Trießnitz überquert werden. Die Quellstube ist klein. Am Sängerplatz stehen einige Bänke zur Verfügung.
Für diesen Programmpunkt ist keine Anmeldung erforderlich.


