Neuzeitlicher Gegenminenstollen
Über dieses Denkmal
Bei der Modernisierung des bastionären Befestigungssystems wurde in Ulm in der 2. Hälfte des 17. Jhs. eine Anpassung nach dem Konzept des französischen Marschalls Vauban vorgenommen. 1678 wurden in den Wällen, die den Bastionen vorgelagert waren, Gegenminenstollen angelegt. Dadurch sollten feindliche Mineure frühzeitig bei der Errichtung von Angriffsstollen zur Sprengung der Verteidigungsanlagen entdeckt und bekämpft werden können. Nachdem die Stollen anfangs mit Holz verkleidet waren, wurden sie später aufwändig mit Backsteinen ausgemauert. Bei Aushubarbeiten ist man auf einen hervorragend erhaltenen Gegenminenstollen aus dieser Zeit gestoßen, der aus Ziegeln gemauert und noch ca. 30 Meter begehbar ist. Vermutlich wurde er beim Bahnbau oder bei der Anlage neuer Gleise gekappt. Ursprünglich endete er wohl im Kobelgraben.
Programm
Führungen
Zeiten
Hinweise
Nur bedingt barrierefrei, ggf. stabiles Schuhwerk. Betreten des Stollens auf eigene Gefahr.
