Fotoquelle: Tilo Riemer
Wohnbau & Siedlungen
Denkmalkategorie

Hospiz Oederan - ehemalige Schustervilla

Über dieses Denkmal

Die Schustervilla in Oederan wurde 1869 für den Tuchfabrikanten Eduard Fiedler errichtet. 1920 erwarb der Fabrikant Max Schuster das Industriegelände samt Villa und ließ das Wohnhaus 1921 für seine Familie grundlegend umbauen. Das damalige Erscheinungsbild ist bis heute weitgehend erhalten. Der repräsentative zweigeschossige Putzbau wird durch Mittelrisalite, Zwerchgiebel, schlanke Rechteckfenster mit Holzklappläden und feine Putzstuckdekorationen geprägt. Bemerkenswert sind die plastischen Jagdmotive an der Fassade sowie die reiche historische Innenausstattung mit Bleiglasfenstern, Wandgemälden im Treppenhaus und Stuckdecken. Zum Anwesen gehören Reste des parkartigen Gartens mit altem Baumbestand und historischem Springbrunnen. Nach 1945 diente die Villa zunächst als Schulhort, später als kommunales Wohnhaus. Nach umfassender Sanierung beherbergt sie heute das stationäre Hospiz. Die Schustervilla gilt als singuläres Zeugnis der Oederaner Industrie- und Baugeschichte.

Programm

Wir laden Sie herzlich ein, am 13. September 2026 in der Zeit von 12:00 bis 16:00 Uhr den Tag des offenen Denkmals im Hospiz zu erleben. Diese Veranstaltung findet in unseren Räumlichkeiten, der geschichtsträchtigen Fabrikantenvilla, auch bekannt als Schustervilla, in der Richard-Wagner-Straße 1, 09569 Oederan, statt. Seit Dezember 2012 dient dieses beeindruckende Gebäude als Hospiz und verbindet so seine reiche Geschichte mit einer sozialen Mission. Nutzen Sie die Gelegenheit für eine Führung durch unser historisches Gebäude, bei der Sie Einblicke in die Architektur und die bewegende Geschichte des Hauses erhalten. Freuen Sie sich auf einen informativen Nachmittag mit der Möglichkeit, mehr über die Arbeit und die Mission unseres Hospizes zu erfahren. Eine vorherige Anmeldung ist erwünscht. Bitte melden Sie sich unter der Telefonnummer 037292/658416 oder per E-Mail an pflegeleitung@hospiz-oederan.de an.